Constantin Pukownick

Text von Constantin Pukownick

Constantin ist Multiinstrumentalist, freischaffender Instrumentallehrer, Moderator und Organisator von Jam Sessions, Open Stages und weiteren musikalischen Veranstaltungen. Als Bandmusiker war er bislang immer Freund der schnelleren Rhythmen in seinen Bands Turbo Sapienowa, Lube, Gibrasska und Bulldozer.
Für sein neuestes Projekt nimmt er aber ganz klassisch die Gitarre zur Hand und singt seine deutschsprachigen, politischen, teilweise intimen Lieder.

Mein Name ist Constantin Pukownick. Ich bin Jahrgang 1980 und wohne seit meiner Geburt in Gießen und naher Umgebung. Unterwegs bin ich heutzutage als Bandmusiker, Moderator kleiner Open Stages, Jam Sessions, Kompositionsworkshops und als Instrumentalpädagoge an Musikschulen. Zuhause bin ich auf Tasten-, Saiten-, Blech- und Holzblasinstrumenten. Im Bandkontext habe ich weitestgehend darauf geachtet, deutlich mehr eigene Lieder zu spielen als Cover und habe auch einen Bogen um den Rock und Popbereich gemacht. Daher war das „Giggen“ ohnehin schon nie besonders einfach und ich habe auch vor den Maßnahmen bereits eher von dem Honorar als Instrumentallehrer gelebt.

Als dann die Maßnahmen beschlossen wurden, hatte ich ca. 8 Gigs, die entsprechend abgesagt wurden. Außerdem ein Bandcontest, an dem wir mit guter Aussicht teilgenommen haben, der allerdings unmittelbar keine finanzielle Amortisierung erbracht hätte. Daneben entfielen natürlich ersatzlos die Moderationen von Open Stages, Jam Sessions und Kompositionsworkshops. Ich schätze mal auf einen monatlichen Verlust von ca. 300- 400 €.

Meine Band LUBE ist wegen der Maßnahmen zerbrochen. Wobei ich natürlich nicht mit letzter Konsequenz behaupten kann, dass sie nicht eventuell später ohnehin aufgelöst worden wäre. Die restlichen Bands (Turbo Sapienowa, Chansonusky, Bulldozer) konnten nicht weiter proben und sind nach wie vor eher auf Standby.

Durch eine Förderung der Stadt Gießen, an der ich zum Glück partizipierte, kam mir die Idee, aus meinen deutschsprachigen Songs mehr zu machen und so habe ich im Oktober 2020 quasi wegen der Maßnahmen die Band Fogel F gegründet. Diese Musik ist nicht auf das Tanzen, sondern auf sitzendes Zuhören gerichtet. Sehr untypisch für mich, aber zumindest mal eine neue Herausforderung und auf jeden Fall einigermaßen maßnahmengerecht.

Auftritte gegen Bezahlung gab es ein paar wenige mit der Band ‚Makia‘. Dort spiele ich Trompete und Posaune. Ansonsten konnte ich ein paar Mal in Kirchen auftreten gegen Bezahlung und auf Demos ohne Bezahlung. Straßenmusik habe ich natürlich solange gemacht, bis mir das Ordnungsamt immer intensiver drohte. Zwischenzeitlich kann ich es gelegentlich machen, bis dann das Ordnungsamt kommt und ich von selbst zusammenpacke. Ca. einmal im Monat habe ich dafür die Motivation und Zeit.

Die Stadt Gießen hat sich aber wider Erwarten einigermaßen um mich gekümmert. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass ich da zu einem erlauchten Kreis gehöre. Da gab es ein kleines Künstlerstipendium von 1.000 € und innerhalb des Giessenstreamteams auch noch insgesamt 200 €. Aber das war schon eher unerwartet und wirklich angenehm.

Überleben war in meiner Situation finanziellerseits kein Problem, da ich sehr sparsam bin und geringe Fixkosten habe. Außerdem halte ich es mit den Maßnahmen definitiv sehr ungenau und habe Mittel und Wege gefunden, diese ferner von meinem Beruf zu halten.

Kontakt:

http://turbosapienowa.de/fogelf/webseite/index_ernst.htm

fogel f stream: https://www.youtube.com/watch?v=5wKAOpqLTjY&ab_channel=RPJAMAcademyofMusic

turbo sapienowa revival https://www.youtube.com/watch?v=IckUkK3BSYw&list=PLe5cCe1s3u1pF5sqvkhekqqA7lUIHw5yl&ab_channel=Aconcerteveryday

Eugen mit Conny bei einer Open Stage

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