Fredrik Vahle

Musiker, Komponist, Dozent,
Fredrik Vahle
  1. Was hast Du in den 70/80ern gemacht? Straßenmusiker/ Folk-Sänger / Singer/Songwriter/ in einer Band?

Ich bin von damals an bis heute zweigleisig gefahren, d. h., ich was als Liedermacher tätig, habe aber immer auch wissenschaftliche Erkundungen zu Sprache, Musik und Bewegung durchgeführt und gebe bis heute Seminare an der Uni, wenn ich nicht im Wald Flöte spiele oder zu einem Konzert unterwegs bin.

 2. Inwiefern hattest Du damals Kontakt mit der Deutschfolk-Szene?

Natürlich über Ulli Freise und Elster Silberflug. Mit Ulli habe ich mich immer mal wieder getroffen.

3. Warst Du auch  später „künstlerisch“ tätig, was auch „lebenskünstlerisch“ beinhalten darf.

Hier möchte ich auf meine Biografie hinweisen, „Schräge Lieder, schöne Töne. Erinnerungen und Denkausflüge zwischen Anne Kaffeekanne und Cowboy Jim“ (Gütersloh 2019), in der ich mich ausführlich mit meinen künstlerischen und lebenskünstlerischen Ansätzen befasst habe. Insbesondere im letzten Kapitel (Auszug schicke ich mit).

4. Was verbindest Du mit dem Begriff Deutschfolk?

Mit dem Begriff „Deutschfolk“ verbinde ich Musik, wie sie Zupfgeigenhansel, Elster Silberflug u. a. gemacht haben, also eine Musik, die wesentlich geprägt wurde von englischer und US-Folk-Musik.

5. Was machst Du heute?

Ich sitze an einem Projekt mit außergewöhnlichen Frühlingsliedern und Gedichten, gebe Seminare an der Uni und plane eine CD mit Lebensliedern. Eins davon würde ich Dir gerne vorspielen. Ruf mich mal an, dann trällere ich es Dir am Telefon vor.

6. Fühlst Du Dich im Alter als Künstler vom Staat gewürdigt und sofern (besonders in Corona-Zeiten) nötig, angemessen unterstützt?

Ich spiele für mein Publikum und nicht für den Staat. Was jetzt von staatlicher Seite alles gelaufen ist, ist m. E. für Künstler nicht sehr erfreulich. Als Künstler kann ich ehrlicherweise vom Staat nicht viel erwarten, denn ich lehne ja auch die staatliche Einflussnahme, wie dies in autoritären Systemen der Fall ist, ab und bestehe auf unabhängige Kunst und künstlerische Freiheit.

7. Welche Gefühle lösen die Erinnerungen in Dir aus?

Ein kleines Beispiel zu dieser Frage: In meinem ersten Liederbuch, 1974 im Weltkreis-Verlag erschienen, sind Lieder enthalten, die ich bis heute singe, und andere, die ich nicht mehr singe. Ich schaue mir die alten Lieder aber ab und zu an und mache dabei auch erfreuliche Entdeckungen, denn nicht alles wird mit einigem Recht vergessen. Von einem Frühlingslied z. B. war mir immer noch die erste Zeile in Erinnerung, „Der Weg ist sonnenweit“. Dieses Jahr habe ich das ganze Lied wiederentdeckt, auch, weil da etwas über die Angst vor dem Krieg gesagt wird, den es nicht so wie damals gibt, aber der heutige gesellschaftliche Zustand durch die unterschiedlichen Pandemie-Maßnahmen ist auch nicht ohne.

Viele Grüße vom

Fritz

http://www.fredrikvahle.de/

10 FRAGEN an Fredrik Vahle (YouTube)

 Biografisches

Fredrik Vahle – Wikipedia

Doku: Von Kinderliedern, die fast keine sind – wie Fredrik Vahle die Revolution in die Kindermusik brachte

Die 100 schönsten Lieder von Fredrik Vahle

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